BRK Bad Kissingen

Starke Technik für den Einsatzleitwagen

 

UG-SanEL des BRK Bad Kissingen in Bayern,

setzt auf moderne Kommunikationstechnologie mit LARDIS

Die UG-SanEL des Bayerischen Roten Kreuzes Bad Kissingen (Bayern), setzt auf moderne Technik, wenn es um rasche Hilfe im Einsatzalltag geht. Der Einsatzleitwagen der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung, des BRK Bad Kissingen, der im Jahr 2010 durch die Firma Furtner & Ammer ausgeliefert wurde, hat einen langen Radstand mit Überhang und ein Gesamtgewicht von 5,5 Tonnen.

Die Kissinger Retter setzen von Anfang an auf zwei Funkarbeitsplätze und moderne EDV-Einsatztechnik. Im vorderen Funkraum wurde ein dritter Arbeitsplatz für den SEG-Führer verbaut, der es dem Einheitsführer ermöglicht, den Einsatz zu verfolgen oder Abfragen zu tätigen. Im hinteren Besprechungsraum kann zudem der große Monitor für die Lagedarstellung als vierter Arbeitsplatz belegt werden.

Insgesamt wurden am Anfang drei 4-m-Band und zwei 2-m-Band Funkgeräte im ELW verbaut. Im Frühjahr 2014 hielt der Digitalfunk Einzug in die Bad Kissinger Einsatzleitung des Bayerischen Roten Kreuzes. Insgesamt vier MRT (Mobile Radio Terminal) und zwei HRT (Hand Radio Terminal) wurden bei diesem Umbau verbaut.



Bereits vor dem eigentlichen Umbau entschied sich die UG-SanEL Bad Kissingen dafür, die Mehrfach Bedien- und Abfrageeinrichtung LARDIS durch die Umstellung auf den Digitalfunk zu verbauen.

Wie SEG Leiter der IuK (Information und Kommunikation) Bad Kissingen, Rudi Baier, verriet, ermöglicht LARDIS das einfache Handling zwischen den unterschiedlichen Funkkanälen durch das Touch-Display.

Die Ansteuerung der unterschiedlichen Funkverkehrsmodi im analogen und digitalen Funkbereich erfolgt bei der LARDIS-Lösung mit einem intuitiven Tastendruck auf den Touchscreen-Monitor.

Rudi Baier und Dr. Ing. Michael Mast (stv. Landesfachdienstleiter IuK BRK) lobten besonders den schnellen und unbürokratischen Einsatz der Firma RTM:IT (LARDIS). Die Nähe zu den Einsatzkräften und deren Erfahrungen sind in das LARDIS-System eingeflossen und machen es deshalb besonders praxisnah, wenn es um die verbaute Technologie aus dem Hause RTM:IT geht. Individuelle Softwareeinstellungen und Änderungen werden unproblematisch und zuverlässig realisiert.

Ebenfalls war die Entscheidung für das System LARDIS aus der Sicht der Kissinger von Anfang an klar, da durch den modularen Aufbau, nach Bedarf Systemerweiterungen dazu bestellt werden können.

 

Die Ansteuerung der analogen und digtalen Funktechnik, Telefonie und interne Besprechungseinheiten sowie die Lang- und Kurzzeitdokumentation, lässt sich leicht verständlich und intuitiv über das Touch-Display vornehmen, ohne vorher größere zeitraubende Einweisungen absolviert zu haben.

Jedoch ist die Funktechnik nicht alles, was die UG-SanEL Bad Kissingen im Einsatzfall verwendet. Als moderne Führungsunterstützung für den Einsatzleiter im Rettungsdienst, setzten die Kissinger auf das servebasierende Einsatzleitprogramm LUMIS der Firma Euro-DMS. Von der Einsatzdisposition bis zur Patientendokumentation und Kräfteverwaltung können damit bequem und leistungsstark die aufkommenden Einsätze geführt und abgearbeitet werden.



Ein weiterer Vorteil: LUMIS verfügt über eine LARDISconnect-Schnittstelle. Somit könnte man auch Einsatzaufträge als SDS (Short Data Service) direkt an Einsatzkräfte per Digitalfunk versenden.

Während des G7-Gipfels auf Schloss Elmau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen), spielten die Einsatzkräfte der UG-SanEL Bad Kissingen ihre Stärken mit der neu verbauten Technik beeindruckend aus. Die Kernaufgabe der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung Bad Kissingen bestand während des G7-Gipfels darin, als feste Führungsstelle für die Dauer von zwei Wochen zu agieren. Als Einsatzschwerpunkt waren die Helfer der Einheit aus Bad Kissingen damit beauftragt, die Demonstrationen und das Demo-Camp rund um den G7-Gipfel medizinisch und logistisch zu betreuen sowie den Evakuierungsplan des Demo-Camps abzusichern. Hierzu wurden sie von anderen IuK-Einheiten aus ganz Bayern tatkräftig unterstützt.

Auch im normalen täglichen Einsatzalltag wird die UG-SanEL Bad Kissingen enorm gefordert. Von der regulären, klassischen Vermisstensuche bis zur Massenkarambolage auf der Autobahn mit mehreren Betroffenen und Verletzten, haben die Helfer in allen Einsatzlagen Erfahrungen gesammelt.


Im Juli 2014, wurden die Einsatzkräfte der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung Bad Kissingen bei einem Großbrand eines Sägewerks in Unterthal (Hammelbug) auf den Plan gerufen. Hier konnte sich das LARDIS-System bei der Einsatzkommunikation ebenfalls bestens bewähren.