Der Immer-und-überall-online-ELW

Eine funktionierende Internet-Anbindung ist für Unterstützungseinsätze von ELWs heute nicht mehr wegzudenken.

Ob Internet-Recherche, Kontakt zu übergeordneten Führungsstellen oder Telefonie mit VoIP. Der ELW muss online sein. Jederzeit und überall - und das egal ob gerade ein IT-Spezialist bei der alarmierten und ausgerückten Mannschaft ist oder eben nicht.

Das Zauberwort für die ständige Internet-Anbindung heißt: Multi-WAN-Router

Schauen wir uns doch zuerst einmal die aktuellen Zugangsmöglichkeiten zum Internet an, die ein ELW nach Stand der Technik haben sollte:

 

LTE / UMTS

Der schnelle mobile Internet-Zugang ist mittlerweile nahezu flächendeckend verfügbar. Je nach Netzbetreiber gibt es aber durchaus "weiße Flecken" auf der Versorgungskarte. Deshalb sollte ein ELW, damit eine sichere Verfügbarkeit sichergestellt ist, über Daten-SIM-Karten von zwei Provider verfügen. Ist an einem Standort mal das Telekom-Netz nicht verfügbar, ist eine Verbindung mit Vodafone oder einem E-Netz-Provide mit großer Wahrscheinlichkeit trotzdem möglich. Beachtet werden muss dabei, dass gerade bei Großveranstaltungen und Großschadensereignissen die übergroße Zahl der privaten Smartphones und Handys der Besucher/Betroffenen eine Nutzung der vorhandenen Netzinfrastruktur der Provider oftmals unmöglich macht.

 

Internet über Satellit

LTE und UMTS sind terrestrische Datenverbindungen. Das heißt, man ist von den typologischen Gegebenheiten und dem Ausbaustand der Mobilfunknetzwerke, aber auch von der Netzverfügbarkeit im K-Fall (Stichwort: Großflächiger Stromausfall) abhängig.

Eine Alternative dazu bieten Internet-Verbindungen über geostationäre Satelliten. Die Datenverbindung erfolgt mit mobilen Satelliten Sende- und Empfangseinrichtungen. Mittlerweile sind selbstausrichtende Systeme Stand der Technik. Für die Anwendung im ELW hat sich das neue ka-Band der Eutelsat Datensatelliten bewährt. Stabile Verbindung mit hohen Datenraten zu moderaten Preisen. Eine eingehende Beschäftigung mit dem richtigen Anbieter der Technik und der Datentarife ist allerdings empfehlenswert. Auch muss man wissen, dass je nach Ausführung der Anlage durchaus eine gewisse Abhängigkeit vom Wetter (z.B. Starkregen oder starker Schneefall) gegeben ist.

 

Internet über Kabelverbindungen

Die klassischen Internet-Anbindungen über Kabel sind vielfältig in der technischen Ausgestaltung, haben jedoch alle eins Gemeinsam: Am Ende steht eine IP-Verbindung (meist über einen Router des Anbieters mit DHCP) zur Verfügung. Diese festen Anbindungen nutzt man häufig im Bereich geplanter Großeinsätze, wo es die Vorlaufzeit erlaubt solche stationären Anbindungen rechtzeitig zu beauftragen. Eine Internetanbindung über Kabel kann adhoc aber auch von einem anderen Führungsunterstützungsfahrzeug (FüUF) erfolgen. Auch im K-Fall können solche Anbindungen, z.B. über das Emergency Telecommunications Cluster (ETC) der UN zur Verfügung stehen.

 

Internet über WLAN (WWAN)

In Ballungszentren stehen oft sogenannte "Hotspots" der Netzbetreiber (v.a. Telekom und Vodafone) oder privater Anbieter oder der Stadtwerke zur Verfügung. Auch ist über einen Hotspot die Anbindung des ELWs in der Fahrzeughalle in das Netzwerk des Standortes eine schnelle, einfache und sichere Möglichkeit um z.B. Wartungsarbeiten oder die Datensicherung am ELW durchzuführen. Auch für Schulungen kann eine solche Fahrzeuganbindung interessant sein, da sich nicht alle im Fahrzeug drängen müssen und man bequem auf einen Schulungsraum in der Wache ausweichen kann. Eine Anbindung an andere FüUF oder übergeordnete Kommunikationsstrukturen ist im Einsatzfall über WWAN oftmals auch sehr unkompliziert machbar, da keine Kabelverbindungen benötigt werden und die Anbindung - die richtige Antennentechnik vorausgesetzt - auch über mehrere Kilometer möglich ist.

 

Jetzt haben wir die verschiedenen Möglichkeiten der Internetanbindung kurz besprochen. Klar, das kann man mit einer FritzBox und ein bisschen Wissen und Zeit auch immer irgendwie hinkonfigurieren. Aber haben wir diese Zeit im Einsatz? Ist immer "der IT-Spezialist" mit auf dem Fahrzeug? Auch Nachts um halb zwei auf der Autobahn? Leider nein!

 

Und hier kommt der Multi-WAN-Router ins Spiel:

Mit der richtigen technischen Ausstattung und einer durchdachten Konzeption und Konfiguration der Komponenten wird für jedes Fahrzeug festgelegt, welche Internet-Zugänge verfügbar sind und mit welchen Prioritäten diese Verbindungen genutzt werden sollen. Die Entscheidung und Konfiguration der "IP-Routen" innerhalb des ELW-Netzwerkes übernimmt dann der Multi-WAN-Router vollautomatisch.

Ist die Internet-Anbindung nicht verfügbar, wird sofort die bestehende LTE-Verbindung genutzt. Steht ein bekannter WLAN-Hotspot zur Verfügung (z.B. das Hotspot-Netzwerk der lokalen Stadtwerke) nutzt der Router dieses WLAN. Steht kein LTE über die Telekom bereit, schaltet der Router von der Telekom-SIM auf die Vodafone-SIM um und baut damit eine Verbindung in das Vodafone-LTE-Netz auf.

Und das ganz ohne Benutzereingriff und Zeitverzögerung - Ein guter Multi-WAN-Router hält alle verfügbaren Verbindungen jederzeit online, und schaltet bei Bedarf einfach die Routen um.


Was sollte eine gute Multi-WAN-Router-Lösung also können:

  • mindestens ein LTE-Modem mit zwei SIM-Slots
  • mindestens einen WAN-Port
  • WLAN-Modem für den Client-Modus (WWAN)
  • Standby-modus für alle Verbindungen
  • redundante Stromversorgung 12-48V
  • erweiterter Temperaturbereich (-20 bis +60°C)
  • geeignet für die Mobile Nutzung im Fahrzeug
  • LTE und WWAN Verbindung über MiMo-Antennentechnik
  • VPN-Möglichkeiten (min. IPSec und OpenVPN)

Natürlich gelten die oben gemachten Angaben zur Fahrzeugeignung und Stromversorgung auch für den WLAN-Zugang im Fahrzeug selbst (also der AccessPoint).

Wir haben ein Komponenten-Bündle geschnürt, das all diese Anforderungen erfüllt:

 

Das elw-tec Router-Bundle, bestehend aus:

netmodule mobiler Multi-WAN-Router b1600-LW

MOXA AWK3121 industrial grade WLAN-Access-Point

zusätzlich enthält das Bundle zwei LTE/UMTS/WiFi-MIMO-Fahrzeugantennen, sowie alle Antennenleitungen (5m), Adapter und Stecker, damit die Komponenten funktionsfähig in das Fahrzeug eingebaut werden können.


Zusätzlich bieten wir für alle Nutzer des elw-tec Router-Bündle bei Bedarf ein kostengünstiges Online-Webinar zur Konfiguration und Einrichtung der Komponenten an. Sparen Sie damit Zeit und Geld - keine Anfahrt- oder Technikerkosten, keine Reisezeit oder -spesen für eine Präsenzschulung.

 

Fragen Sie unseren Aktionspreis an!

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Kommentare: 1 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Werner Regler (Donnerstag, 05 November 2015 09:51)

    Wir haben bei unserem ELW der UG SanEl Eichstätt das System einbauen lassen. Es funktioniert hervorragend und erleichtert unsere Arbeit sehr.